Innere Atemarbeit

Auf dem Hocker, in der angeleiteten Atemmeditation, gleiten wir allmählich vom alltäglichen Körpergefühl und seinen Festhaltungen über, in das uns umfangende und durchdringende Leibgefühl. Immer wieder lösen wir die im Alltag sinnvollen Steuerungen und Kontrollmechanismen zugunsten des inneren Geschehens, dem wir uns mehr und mehr überlassen mögen. So sind wir schon auf dem Weg zu uns selbst.

Therapeutin Dorothea Willach

Zu Beginn folgt man dem geführten Atemaufbau, einer Reise durch die körperlichen Landschaften, wie Cornelis Veening, begründer dieser Arbeit, sagt, später, je mehr wir wahrnehmen, auch den eigenen Prozessen.

Wir sitzen zwei Runden, etwa 20 bis 30 Minuten, mit einer Ausruhphase zwischendrin im Liegen. Der Austausch zum Ende hin kann befruchtend für alle sein und das Erlebte für jeden einzelnen nochmal im Bewusstsein verankern.

In der inneren Stille entfalten sich die „Kammern des Leibes“, durchwebt vom Inneren Atem, der ordnend, heilend, tragend aus der tiefsten Atemquelle und stützend aus der Rückenkraft in uns wirkt, immerzu, Tag und Nacht, völlig frei von unseren Vorstellungen und unserem Wollen, Machen, Tun.

Rainer Maria Rilke schrieb:

Die Menschen schauen immer von Gott fort. Sie suchen ihn im Licht, das immer kälter und schärfer wird, oben. Und Gott wartet anderswo, – wartet – ganz am Grund von allem. Tief. Wo die Wurzeln sind. Wo es warm ist und dunkel.

Diese geistige Kraft in mir zu erfahren, schenkt mir Verbundenheit (Kohärenz) mit allem was ist. Darin gründend finde ich Selbstvertrauen und die Freiheit mein Leben zu gestalten.

Wen spricht diese Arbeit an?

Erfahrene auf dem inneren Weg.
Chronisch Kranke, die ihren Heilungsweg unterstützen wollen.
Menschen die sich nach Stille und Regeneration sehnen.

Cornelis Veening sagt zu der Nähe unserer tiefsten Quellen: (zitiert aus einem Vortrag über “das Bewirkende”)

Hier ist das “andere Ich” zu Hause, ein völlig affektloses, ein wissendes, es hat bestimmte Eigenschaften, es weiß von den Dingen der Welt und zugleich von den Dingen der Tiefe, es horcht auf die Quellen und verfällt den äußeren Dingen nicht. Es hat eine große Wärme, die vieles ermöglicht, und hat eine unmittelbare Beziehung zum Zentrum des Herzens, zum überpersönlichen Herzen, nicht zu dem, welches sich an die Dinge hängt, und gibt eine merkwürdige Kühle zwischen den Auge. Das “andere Ich” weiß um die inneren Kräfte, ist aber diese Kraft selbst nicht.

Nachzulesen in ATEMWEISEN, Wurzeln und Gestalt der Atemlehre von Cornelis Veening

Forum Zeitpunkt im Reichert Verlag Wiesbaden 2013, herausgegeben von VAVE e.V. Vereinigung für Atemtherapie und Atempsychotherapie nach Cornelis Veening

Infos zum Kurs

In einer kontinuierlich stattfindenden, offenen Gruppe treffen wir uns drei Mal im Monat am Montagvormittag von 10 bis 12 Uhr im Seminarraum vom Ain Karem.

Kosten: Immer für drei Mal im Voraus , zusammen 60 Euro (bitte mitbringen)

Bitte vorher telefonisch anmelden bei Dorothea Willach, Atem,-und Leibtherapeutin, unter 0178/82 42 776

Wiederbeginn ist Montag, 7. September 2020, 10 Uhr

Bitte eine Maske, eine Decke und ein kleines Kissen für den Kopf mitbringen.