Höhenvieh und Ponys im Streichelzoo

Das nächste Projekt von Ain Karem nimmt Formen an: Nachdem schon ein Stall auf einer benachbarten Weide in Stranzenbach übernommen wurde, leben nun die ersten Tiere im therapeutischen Streichelzoo. Zwei Kühe und zwei Ponys haben dort ihr neues Zuhause gefunden. Das „Rote Höhenvieh“ ist dabei eine echte Seltenheit, denn es gehört zu den gefährdeten Nutztierrassen.  Die Rasse, die urpsrünglich in den Mittelgebirgen von Niedersachsen bis Bayern sowie in Polen und Tschechien vorkam, ist nur knapp dem Aussterben entgangen. Heute gibt nur noch weniger als 1000 Tiere.

Der Streichelzoo gehört zum therapeutischen Konzept des Therapie- und Exerzitienhofs Ain Karem. „Durch den Kontakt zum Tier sollen die Menschen Angst abbauen können“, sagt Pfarrer Michael N. Schenk. Er sei vor allem für diejenigen gedacht, die durch schwere Schicksalschläge wie Unfälle oder Lebenskrisen den Kontakt zu sich, aber auch anderen Menschen verloren haben. „Durch den Kontakt mit dem Tier sollen sie wieder lernen, aus sich herauszukommen – in therapeutischer Begleitung und in der freien Natur.“

Vor allem die beiden Curly Ponys, die nicht größer als einen Meter sind, seien dafür geeignet. „Sie sind die Kuscheltiere“, sagt Schenk. Pony Paula sei besonders anhänglich, suche immer wieder Nähe zum Menschen und möchte gekrault werden. Ihr Partner Lucki kann auch schon mal für eine kleine Strecke Kinder auf dem Rücken tragen.