Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) ist ein schulenergänzendes Verfahren, das von der US-amerikanischen Verhaltenstherapeutin Francine Shapiro entwickelt wurde. Bei der Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen werden traumatisierte Menschen psychotraumatologisch behandelt.

Das Verfahren geht von einer Pathologie der Informationsverarbeitung aus, die mit einer dysfunktionalen Informationsspeicherung verbunden ist. Sie ist die bekannteste wissenschaftlich fundierte Methode der Traumatherapie, die mit anderen Methoden und Verfahren kombiniert und integriert werden kann. Die Verarbeitung belastender Gedächtnisinhalte und starrer Überzeugungen im Selbstkonzept geschieht durch therapeutisch angeleitete Konzentration auf die innere Wahrnehmung.

EMDR wurde lange kritisch gesehen, gehört aber mittlerweile nach Jahren der Forschung zum internationalen Behandlungsstandard. Es handelt sich um eine visuell-konfrontative, entspannende und stark unterstützende Methode. Bilateral wechselnde Sinnesreize, wie induzierte Augenbewegungen, Antippen der Hände, Beine und Schultern, bringen die Verarbeitung und Integration traumatischer Erfahrungen neu in Gang und führen sie zu Ende.

Über Dunja Habasch

Die Heilpraktikerin Dunja Habasch leitet seit 2001 Selbst-Erfahrungs-Seminare, Gruppentherapien, Ausbildungen und Einzeltherapie. Sie ist unter anderem in klassischer Homöopathie,  der Hypnotherapie nach M. Erickson, der Hypnoanalyse nach Dave Ellman, als NLP-Practitioner, Innere Kind-Arbeit und Phänomenologischer systemischer Aufstellungsarbeit ausgebildet. Seit sie mit EMDR arbeitet, ist begeistert und von den nachhaltigen Behandlungsergebnissen und Erfolgen überzeugt. Auch sogenannte „Mini Traumata“ – also keine Traumata im klassischen Sinne, sondern „normale“ belastende emotionale Erfahrungen – können mit EMDR sehr gut bearbeitet und für den Klienten spürbar entlastend sein. Habasch hat diese Methode mit anderen psychotherapeutischen Werkzeugen vernetzt, sodass auch ihre Art der EMDR-Ausbildung integral, ganzheitlich und schulenübergreifend ist.

Der EMDR-Kurs ist in zwei Blöcke aufgeteilt. Voraussetzungen sind eine psychotherapeutische Grundausbildung und praktische Erfahrungen mit Klienten sowie die Arbeit in einem therapeutischen, pädagogischen, sozialen und/oder pflegenden Beruf.

Das Seminar

1. Block:

• Theoretische Grundlagen
• Stabilisierung und Ressourcenaktivierung
• Behandlungs-Standartprotokoll
• Rückführungstechniken mit EMDR
• Therapeutische Interventionen
• Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Methoden und Verfahren

2. Block:

• Vernetzungsmöglichkeiten mit anderen Methoden und Verfahren
• Systemische traumatische Verarbeitungsmöglichkeiten mit EMDR
• Familiäre Verstrickungen und Loslösung der übernommenen Gefühle mit EMDR

Termine

Das EMDR-Seminar kostet 1150,00 Euro für 7,5 Tage in zwei Blöcken. Insgesamt sind es 52.5 Unterrichtsstunden, wobei eine Unterrichtsstunde 60 Minuten dauert. Diese kann flexibel gestaltet werden. EMDR ist als psychomethodische Technik ist nur für Kollegen interessant, die viel mit Klienten arbeiten und auch ein gewisses Repertoire an Methoden haben. Der erste Block wird vom 13. bis 16. September angeboten, der zweite Block vom 15. bis 18. November. Im Jahr 2019 sind die Termine der 13. bis 16. Juni für den ersten Block und der 12. bis 15. September für den zweiten Block.